3 Lesetipps für den Sommer | Humor & Fantasy

Sommerzeit ist Lesezeit – denn sobald ich ein paar Tage frei habe, das Wetter herrlich sonnig ist und die Tage länger werden, liebe ich es mich mit einem guten Buch nach draußen zu setzen. In diesem Artikel möchte ich euch drei Lesetipps ans Herz legen, die mich wirklich begeistert haben!

Meine Lesetipps für den Sommer

„Der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens“ von Sebastian Niedlich

Dieser Roman, herausgebracht vom Verlag Schwarzkopf & Schwarzkopf, dreht sich um den Protagonisten Martin, der einen ganz besonderen Freund hat: Den Tod höchstpersönlich!

Mit viel Humor hat Sebatian Niedlich hier die Geschichte einer ganz besonderen Freundschaft geschaffen, die zum Lachen und zum Nachdenken anregt.

Inhalt

Martin war schon immer etwas sonderbar – denn als er als kleiner Junge am Sterbebett seiner Großmutter sitzt, begegnet ihm der wahrhaftige Tod!

Hellauf davon begeistert endlich von jemanden gesehen werden zu können, taucht der Tod ab diesem Zeitpunkt regelmäßig bei Martin auf und begleitet ihn durch Höhen und Tiefen seines Lebens. Wie bei jeder Freundschaft kommt es auch bei dieser besonderen Konstellation ab und an zu Streitigkeiten, die herrlich amüsant zu lesen sind. Letztendlich sind die beiden jedoch miteinander verbunden, und finden immer wieder zu einander.

Je älter Martin wird, umso mehr Fähigkeiten übernimmt er von seinem Freund. Besonders, als er anfing zu sehen was die Todesursachen der Menschen um ihn herum sind, gerät er ziemlich aus der Fassung. Langsam versteht er: Es ist vorgesehen, dass er den Job von Tod eines Tages übernehmen soll!

Doch was bietet ein Dasein, in dem man von niemandem gesehen werden kann und sich ständig mit dem Ende der Leben anderer Menschen befassen muss?

Im Mittelpunkt des Buches steht die Entwicklung von Martin, der durch seine Gabe oftmals als Außenseiter gilt. Das eigentlich traurige Thema „Tod“ wird jedoch mit einer Prise Humor dargestellt, so dass man diesen Charakter mögen lernt – denn der ist alles andere als böse. Im Grunde ist er einfach nur jemand, der seine Arbeit tut.

Meine Meinung

Ich muss zugeben: Bisher habe ich selten Bücher mit so viel Humor gelesen. Man erlebt die Entwicklung von Martin & Tod sehr gut mit, ist gerührt von freundschaftlichen Momenten und ärgert sich, dass die beiden sich streiten da sie ja eigentlich gute Freunde sind.

Nichts desto trotz regt das Buch zum Nachdenken an: Wie ist es wohl, vorhersehen zu können woran seine Lieben und alle anderen Menschen die man trifft sterben werden? Würde man selbst wissen wollen, wie sein eigenes Leben endet?

Dieses Buch ist eindeutig für all jene lesenswert, die gerne lachen und etwas schwarzen Humor mögen!

 

„Der Ruf des Henkers“ von Björn Springorum

Der Fantasy-Roman „Der Ruf des Henkers“ dreht sich um einen jungen Burschen namens Richard Winters. Dieser wird, durch den Versuch das Mädchen das er liebt vor dem Galgen zu retten, unverhofft zum Lehrling des gefürchteten Henkers William Calcraft. Doch das nimmt er für seine große Liebe Elizabeth in Kauf und verlässt sein kleines Heimatdorf, um den düsteren Beruf des Henkers zu ergreifen!

Ein spannendes Buch, herausgebracht vom Verlag Thienemann, welches Mitte des 19. Jahrhunderts spielt, das vor allem für junge Fantasy-Liebhaber empfehlenswert ist.

Inhalt

Nun ist Richard also Lehrling des Henkers William Calcraft. Als wäre ihr Tagesgeschäft nicht schon bitter genug, muss der junge Auszubildende des berüchtigten William auch noch feststellen, dass sein Lehrmeister eine weitere Berufung hat: Er ist auf der Jagd nach bösen Wesen, die Wechselbälger genannt werden.

So wird der Henkerslehrling in den unerbittlichen Kampf zwischen seinem Meister und dessen teuflischen Feinden verwickelt.

Als die beiden sich längere Zeit im mittelalterlichen London aufhalten, kann Richard seine Freude kaum fassen: Auch seine Elizabeth hält sich in dieser großen Stadt auf! Doch wieso befindet sich das hübsche Mädchen immer wieder in zwielichtigen Situationen?

Meine Meinung

Nachdem ich den Klappentext gelesen habe, war mir klar, dass das Buch vor allem für jüngere Leser (13 bis 16 Jahre) gedacht ist. Trotzdem faszinierte mich die dunkle Atmosphäre der Geschichte, und als Fantasy-Liebhaberin musste ich den Roman einfach lesen.

Was mir besonders gut gefallen hat, war die tolle Beschreibung der mittelalterlichen Stimmung die in diesem Buch herrscht. Das London des 19. Jahrhunderts wird sehr gut dargestellt. Durch zahlreiche Details fällt es einem leicht, sich in die Story hinein zu versetzen.

Dieses Buch kann ich allen Mittelalter- und Fantasy-Fans empfehlen, die mysteriöse Geschichten in Kombination mit einer kleinen Liebesgeschichte mögen. Und obwohl die Handlung vor allem für Jugendliche spannend sein dürfte, zieht dieser zweite meiner drei Lesetipps auch ältere Leseratten in seinen Bann!

 

„Sturmschatten“ von Franziska B. Johann

Beim letzen meiner drei Lesetipps „Sturmschatten“ handelt es sich ebenfalls um einen Jugend-Fantasy-Roman, von dem es auch einen zweiten Teil gibt. Herausgebracht wurden die beiden Bücher von der Verlagsgruppe Droemer Knaur.

Die junge Esta entscheidet sich nach einigem Bedenken das Kunstgymnasium im kleinen Ort Bergrode zu besuchen. Doch als als ein Mann auftaucht, der ihr Wörter in einer mysteriösen Sprache zuflüstert, wird ihr Leben auf den Kopf gestellt!

Inhalt

Dass Esta anders ist, war ihr schon ihr ganzes Leben bewusst – denn seitdem sie vier Jahre alt ist, lebt sie bei ihrer Zieh-Oma, da ihre Eltern sie einfach alleine zurückgelassen hatten.

Nach einiger Bedenkzeit beschließt die siebzehnjährige Esta die Chance wahrzunehmen, das Kunstgymnasium in Bergrode zu besuchen. Dort findet sie nicht nur schnell Freunde – sie verliebt sich auch in den zwei Jahre älteren Janis, dessen Familie offenbar ein großes Geheimnis hütet.

Nach einigen mysteriösen Wettervorkommnissen entdeckt das junge Mädchen, dass sie eine ganz besondere Gabe besitzt: Sie kann den Wind kontrollieren!

Doch nicht nur Esta weiß davon. Scheinbar zieht sie auch die Aufmerksamkeit europäischer Behörden & eigenartiger Männer auf sich, die eine fremde Sprache sprechen welche ihr merkwürdig bekannt vorkommt.

In ein spannendes Abenteuer verwickelt, versucht Esta gemeinsam mit Janis und dessen Familie das Richtige zu tun und mit ihrer Gabe die bösen Machenschaften der Windmänner aufzuhalten.

Meine Meinung

Besonders erfrischend fand ich bei diesem Roman, dass es um ein etwas anderes Thema ging, als in vielen Werken aus dem Fantasy-Genre. Keine Fabelwesen, keine Monster – jedoch die interessante Tatsache, dass die Protagonistin den Wind beherrschen kann!

Mir gefällt die Spannung, die in diesem Buch aufgebaut wird: Wer gehört wirklich zu den Guten? Wem kann Esta vertrauen?

Eine absolute Leseempfehlung für Fantasy-Fans die Bücher mögen, die etwas in Richtung von Science-Fiction gehen.

 

Vielleicht konntet ihr euch den ein oder anderen Lesetipp für den Sommerurlaub herauspicken! Habt ihr auch klare Empfehlungen für mich, die ich unbedingt lesen sollte?

 

1 Kommentar

  1. Klingt echt interessant, werde mal eines deiner Vorschläge lesen. Bussi dein Papa!

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